Ich über mich!

Ich bin am 23.4.1943 geboren und in Oberwinterthur aufgewachsen. Lehre als Innen-Dekorateur, Weiterbildung in Bauern-Malerei und Grafik, Standgestalter bei Messen und Ausstellungen, 25 Jahre lang eigenes Antik-Interieur-Geschäft. Seit 10 Jahren bin ich ausschließlich künstlerisch tätig, lebe und arbeite jetzt im Atelier und der Galerie zum Kornhaus in Rheinau. Ich bezeichne mich selbst als Bildermacher. Schichten von diversen Papieren werden auf eine Metallplatte geklebt, mit einer Farbschicht überzogen, nach dem Trocknen aufgebrochen, strukturiert, bemalt und beschrieben. Überraschende Formen, Farben und Figuren entstehen aus den Papierschichten, abstrakt oder gegenständlich. Die Skulpturen werden aus den verschiedensten Materialien, Wortspielereien und Kuriositäten umgesetzt. Alltägliches in Kunst zu verwandeln ist „wie ein innerer Drang“, den ich versuche mit Witz, Fantasie und Tiefgründigkeit zu verarbeiten. Seit ca. einem halben Jahr entstehen sogenannte „Blechcollagen“. Rostiges Blech wird gebogen, übermalt und zu Gebilden, Landschaften usw. verarbeitet. Kunst soll Freude machen!

Andere über mich!

Dezent, aber heiter sind die Werke von Bildermacher Bruno Giacobbo. Die Kleinteiligkeit auf grosser Fläche machen die Bilder lebendig, durch ihre Feinheit bekommen sie etwas Märchenhaftes. Farbenfroh sind sie, aber unaufdringlich und gediegen. Mit Graffititechnik schafft der Künstler Bilder, in welchen man sich verlieren möchte.
Seit seinem 60. Geburtstag macht er immer mehr Kunst. Als er in seiner Atelier-Galerie mit Freunden den Geburtstag feierte, fasste er den Entschluss, sich dieser Seite stärker zu widmen. Der erste etwas kauzige Eindruck des Bildermachers täuscht. Das Lächeln wird immer offener, Giacobbo erzählt bereitwillig aus seinem Leben und von seiner Kunst. Immer wieder sucht er etwas, was er zeigen möchte; dabei wirken Galerie und Atelier ordentlich und überschaubar. Alles wird bei Bruno Giacobbo irgendwie zu Kunst gemacht. Giacobbo's Phantasie erweckt die unscheinbarsten Dinge zum Leben. Er kreiert Skulpturen und Kuriositäten aus verschiedensten Materialien. Vor allem aber macht er Bilder. Skulpturen und dergleichen entstehen mehr nebenher. Seine Bilder haben etwas Organisches. Weiche, runde Formen ergeben sich durch die spezielle Technik auch bei eckigen Motiven. Die Unterlage besteht aus geklebten Schichten von Katalog-Papier und Plakaten auf eine Metallplatte, dann kommt eine weisse Farbschicht darüber. Und dann schleift, schabt und kratzt Giacobbo in den Schichten und fördert kunstvoll unterschiedliche Teilchen des Hintergrundes zutage. So entstehen Bilder mit Struktur, die ein bisschen an Reliefs erinnern - aber nur ein ganz klein wenig, denn was bei Giacobbo entsteht, ist wesentlich spannender, farbiger und lebendiger als ein Relief. Überraschende Farben, Formen, Figuren zaubert er so aus den geklebten Papierschichten hervor. Seine Phantasie bringt eine Ideenfülle in seinen Kopf, die manchmal fast zu gross ist.
Farbig, lebendig und heiter.
Mit Titeln wie «Meeresfrüchte» oder «Seerosen» findet das betrachtende Auge allerdings schnellen Zugang zu den Motiven. Es sind helle, feine Bilder, aus denen der Humor und der Witz des Künstlers sprechen, Farbig, lebendig, heiter. Hinter den Bildern stecken manchmal aber auch Nachdenklichkeit oder Unmut über Krieg oder über den schlechten Umgang mit Tieren. «Flüchtlinge» heisst ein Bild, «Zusammen Bruch» ein anderes und bezeichnet die grassierende Degenerierung. «Solche Dinge beschäftigen mich. Ich will deswegen aber keine düsteren Bilder machen.» So zieht sich auch ein Gag durch die ganze Serie der Bilder: Auf jedes Werk hat er irgendwo einen kleinen Radfahrer gezeichnet. «Ein Giacobbo ist nur echt mit dem Radfahrer», sagt er, und der Schalk blitzt in seinen blauen Augen.
M.E.

Meist unterwegs mit meinem lässigen Elektromobil!